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Zips – auf den Spuren der Genersichs - Neue Zeitung

2011.04.27

 

 

Zips – auf den Spuren der Genersichs

Im 16. Jahrhundert hat sich die Familie Genersich in der Zips niedergelassen, seitdem haben zahlreiche Mitglieder der Familie in diversen Wissenschaften etwas Bleibendes geschaffen. Besonders berühmt ist das Werk der drei Gelehrtengeschwister: Christian (1759 – 1825) war Theologe, Mineraloge und Tatraforscher, Johann (1761 – 1823) war Theologe, Historiker und Pädagoge, Samuel (1768 – 1844) war Arzt und Botaniker (NZ 14, 28, 30/2009).

 

Anton Genersich (1842 – 1918), der Enkelsohn von Johann Genersich, wurde in Tyrnau geboren, studierte in Käsmark und Eperiesch und erwarb sein Medizin-Diplom in Budapest. Er war eine der führenden Persönlichkeiten der damaligen Medizinwissenschaft, zuerst in Klausenburg, später in Budapest Professor der Pathologie und für jeweils eine Amtszeit Rektor der Universitäten (NZ 14/2009).

Dank der Stiftung, die seinen Namen trägt, werden die noch auffindbaren Erinnerungen und historische Denkmäler der namhaften Zipser Familie seit Jahren erforscht. Im Herbst 2010 wurde in Käsmark, Leutschau und Nedec an der polnischen Grenze auch eine dreitägige Konferenz über Vergangenheit und Gegenwart der Zips veranstaltet (NZ 44/2010).

Die Stiftung hat acht Germanistikstudenten der ELTE einen Forschungsaufenthalt in der Bibliothek und dem Archiv des Lyzeums in Käsmark ermöglicht, wobei das umfangreiche Genersich-Material unter der Leitung von Hochschullehrerin Orsolya Lénárt und der Bibliothekarin Frau Ewa Sebestyén Majchrowska, Sekretärin des Polnisch-Ungarischen Freundschaftsvereins in Hanselbek/Érd, vom 31. März bis zum 2. April gesichtet wurde. Die Arbeit der Studenten haben auch Bibliotheksleiterin Mgr. Katarina Slavickova und der Käsmarker Lehrer und Ortshistoriker Mgr. Milan Choma unterstützt.

Die Studenten haben Aufzeichnungen für die spätere Bearbeitung angefertigt.

Bevor die Teilnehmer ihr Reiseziel erreichten, hatten sie in Georgenberg/Szepesszombat beim ungarischen Denkmal zum Gedenken an die Revolution 1848/49 Rast gemacht. Ihren Forschungsaufenthalt verbrachten sie dann in Käsmark, der Stadt der Familie Genersich.

Sie arbeiteten im Lyzeum, besichtigten die Sehenswürdigkeiten der Stadt und fuhren zu einem kurzen Besuch nach Nedec in Polen.

Auch der Karpatendeutsche Verein in Käsmark schloß sich dem Projekt an und versprach, bei den Veranstaltungen zum 250. Geburtstag von Johann Genersich im Herbst aktiv mitzuwirken und bei der Organisation zu helfen. Ihr Vorsitzender Ing. Stefan Wagner betonte, daß in der Zips die Beziehungen zwischen den Minderheiten sehr gut sind: Ungarn, Slowaken, Deutsche und Polen leben friedlich nebeneinander.

In Leutschau wurde die Gruppe von der Kuratorin der evangelischen Kirche Mgr. Astrid Kostelnikova-Zwillingova PhD, durch den historischen evangelischen Friedhof geführt. Sie besichtigte auch das Grab von Dr. Samuel Genersich. Im Jahr 2010 errichtete die Stiftung an der Stelle des alten einen neuen Grabstein (NZ15/2010). Im Mai 2010 wurde der evangelische Friedhof in Leutschau von einem Sturm heimgesucht. Zu den Rekonstruktionsarbeiten hat auch die evangelische Kirche in Ungarn durch eine bedeutende Spende beigetragen.

Die evangelische Geistliche von Leutschau, Mgr. Daniela Strbková, empfing die Studentengruppe mit einigen Mitgliedern der Gemeinde in der Pfarrei. Sie haben sich die Präsentation von Orsolya Lénárt über die deutschsprachige Literatur in der Zips angehört. Anschließend schauten sie sich den Dokumentarfilm„Zips – Damals und heute“ an, der für die Herbstkonferenz gedreht worden war und in dem auch die anwesenden Mitglieder der evangelischen Gemeinde Leutschau zu Wort kommen. Der Geist der Genersichs gilt heute noch als gutes Beispiel für die slowakischen Lutheraner, betonten die Teilnehmer.

Beim Abschiedsabend in Käsmark haben sich die Studenten den Vortrag von Mgr. Milan Choma über die Tatra angehört, deren Gipfel er selbst erklommen hatte. Der Vortragende ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Kulturszene in Käsmark, Lehrer und nicht zuletzt auch Initiator der Anbringung von zahlreichen Gedenktafeln in der Stadt. Als Lehrer stellt er seinen Schülern die namhaften Persönlichkeiten der Familie Genersich seit Jahrzehnten als Beispiel vor.

Während der Heimfahrt am Sonntag haben die Teilnehmer in Kaschau eine kurze Pause eingelegt und trafen sich mit Professor Olivér Rácz, der an der Pavol-Jozef-Safarik-Universität als Arzt und Professor für Medizin tätig ist, das Genersich-Projekt unterstützt und die slowakischen Programme mitorganisiert.

Die Gruppe hat auch den Dom und den Sarkophag von Ferenc Rákóczi und seinen Weggefährten besichtigt.

Die Genersich-Stiftung und ihre slowakischen Partner wollen im Herbst zum 250. Geburtstag von Johann Genersich im Rahmen einer wissenschaftlichen Konferenz der Vergangenheit in der Zips gedenken.

Laut Titularprofessor Dr. Attila Tankó, Sekretär der Dr.-Antal-Genersich-Stiftung, verfolgt die Konferenz das Ziel, der Generation von heute und morgen den Geist der Familie Genersich diesseits und jenseits der Grenzen vorzustellen.

Wenn wir die großen Persönlichkeiten unserer Geschichte kennen und ehren und uns ihre Botschaft vergegenwärtigen, können wir aus ihrem Werk heute noch Kraft schöpfen und uns an ihnen ein Beispiel nehmen – wir sollten sie beiderseits der Grenzen in Erinnerung behalten.

Zita Beke

Redakteurin, Stadtfernsehen Érd

 

Neue Zeitung

UNGARNDEUTSCHES WOCHENBLATT 55. Jahrgang, Nr. 17

Budapest, 29. April 2011

 

 

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Bp.,1026,Tüske u. 7.

(Tankó Attila, 2011.04.28 00:05)

A cikk a Neue Zeitung mostani számában jelent meg.